Abstract
ZusammenfassungDie von einem multiprofessionellen Behandlungsteam durchgeführte Symptombehandlung bei inkurablen Patienten am Lebensende erweist sich als hoch effektiv und verschafft den meisten Patienten eine ausreichende Linderung. Dennoch verbleibt ein Patientenanteil, bei dem auch unter Berücksichtigung physischer, psychischer, sozialer und spiritueller Bedürfnisse kein erträglicher Zustand erreicht werden kann. In diesen Extremfällen können Sedierungsmaßnahmen zur Linderung eingesetzt werden. Der Begriff und das Angebot der terminalen Sedierung sind in vielerlei Hinsicht umstritten. Eine Kasuistik soll die Problemstellung veranschaulichen und zeigen, wie die terminale Sedierung von erfahrenen Behandlern als ergänzendes Instrument der Symptombehandlung eingesetzt werden kann, auch wenn sie keine perfekte Antwort auf unerträgliches Leiden in der Sterbesituation darstellt. Im Literaturvergleich werden aktuelle medizinische, rechtliche und psychosoziale Fragen diskutiert.