Abstract
Fundamentismus und Skeptizismus-Anarchismus sind zwei entgegengesetzte Positionen in der traditionellen Erkenntnistheorie und in der modernen Wissenschaftstheorie. Zwischen ihnen gibt es einen dritten Standpunkt, den Evolutionismus. Beispiele sind zwei neuere Arbeiten von Putnam und Stegmüller . Im Gegensatz zum logisch-statischen Fundamentismus berücksichtigt der Evolutionismus auch dynamische und naturalistische Ansätze. Stegmüller folgend entlehnen wir in der vorliegenden Untersuchung aus der Sprachphilosophie pragmatische Gesichtspunkte, um die logische Syntax und Semantik, die Werkzeuge des Fundamentismus, zu ersetzen. Wir zeigen die Kraft der Pragmatik bei der Behandlung von Problemen wie Erkenntniswachstum, Begriffswechsel, Theorien- und Bedeutungsdynamik, wissenschaftliche Entdeckung und besonders beim Problem der Inkommensurabilität. Unser nicht-fundamentistischer Vorschlag ist ein heuristisches Modell, das auf der modernen genetischen Theorie basiert